Senegalesisches Essen in den spanisch-galizischen Bergen

Senegalesisches Essen in den spanisch-galizischen Bergen

Ups, das ist ja spannend. Natalie ist irgendwie aus einer anderen Welt. Den “klassischen” Vorurteilen folgend, kann es nicht  sein, dass sie aus diesem Dorf stammt. Da haben mich meine Vorurteile nicht getäuscht. Sie stammt aus Senegal und ihr Mann, ein Spanier, traf sie als Entwicklungshelfer. Nach ein paar Jahren Senegal und einigen Stationen in Spanien haben sie jetzt beide eine Alberque für Pilger. In einem kleinen Mini-Dorf, das aus 12 Häusern und zwei Herbergen besteht. Und Landschaft. Mehr ist nicht. Meistens (seit März 2021 zumindest) nicht mal viele Pilger! Seitdem sind die beiden, Natalia und Joe, ihr spanischer Mann, Hospitaleros – und was für welche. Ich komme relativ zeitig an und bin gleich mal mitten in die Familie integriert. Die beiden haben zwei lebhafte Steppkes, 7 und 10 Jahre jung – und – da ich, heute zumindest, der einzige Gast bin, habe ich volle Rundumbetreuung. Ich habe nicht nur ein Zweibettzimmer für mich alleine sondern auch die ganze Familie für mich. Es gibt Mittagessen (für spanische Verhältnisse pünktlich) zwischen 2 und 3, wenn die Kids von der Schule kommen. Salat, Pasta und Hühnchen. Wunderbar. Und Wein, den Joe aus den Katakomben holt. Näher dran an echten Menschen kannst du nicht sein – so was von echt, herzlich und zugetan. Ich sage, dass ich etwas arbeiten werde – und bekomme – mitten in der Zoom-Konferenz vom Chef des Hauses persönlich noch einen Apfel serviert. Träumchen. Preis: 15 Euro /pro Nacht. Da kannste echt nicht meckern. 

Inzwischen bin ich angekommen auf dem Camino. Bin angekommen bei mir – ein Stück mehr. Wie macht das dieser Weg. Er zeigt konsequent wie wichtig das ist, bei sich zu sein. Entweder, wie gerade eben – ist Stromausfall und damit geht das Wifi auch nicht. Oder, wie heute früh, sind mal wieder meine mobilen Daten aufgebraucht. Jedenfalls geht dann kein Internet. Und was sagt mir das, der wichtige Post muss warten, der wichtige Termin verschoben werden. 

Das ist blöd. Aber ich kann da inzwischen sehr entspannt sein. 

Was ist denn wirklich wichtig? 

Diese wunderbare reiche Natur. Die echten Menschen, die ich auf dem Weg treffe. Die Selbstüberwindung beim letzten wirklich heftigen Aufstieg. Da hatten auch echt trainierte Menschen richtig zu kämpfen. Ich auch. Das ist so ein Aufstieg, wo du am liebsten wirklich alle 2 Meter stehen bleiben willst und dir das Taxi heimlich herbeiwünscht. Kam aber keins. 

Und dann habe ich das gemacht, was in solchen Situationen, wenn es steil (WIRKLICH STEIL) bergauf geht, und dir die Sonne ins Gehirn brennt – ich bin Schritt für Schritt gegangen. Mich hat nicht mehr interessiert, wie weit es noch ist, oder ob nach dem nächsten “Absatz” endlich wahlweise das ersehnte Dorf, Schatten oder eine weniger starke Steigung kommt. Ich bin einfach gegangen. Jeder Schritt war im Jetzt, egal was war und egal was kommt. Auf diese Weise bin ich tatsächlich angekommen.

In der familiären Pension bei Joe und Natalie bin ich tatsächlich 2 Tage geblieben, weil ich etwas arbeiten wollte. Hat auch ungefähr geklappt. 

Am 2. Tag – kamen auf einmal weitere Pilger: Lars aus der Schweiz, 75 Jahre und ein wunderbarer Mensch. Redselig und auf seinem ersten Jakobsweg. Er hat ganze 23 (!) kg Gepäck mit sich. Ein Zelt, eine Isomatte, eine Hängematte und einen Kocher. Einfach alles ist mit ihm. Das ist natürlich viel zu schwer – so lässt er sein Gepäck von einer Station zur anderen transportieren. 

Aber mal ehrlich: Mit 75 Jahren darf man auch mal ein paar kg zu viel mitnehmen. 

Das andere “Paar” – ein Nicht-Paar. 1 x Schweiz und 1 x heimatlich vertraute Klänge. Da merke ich, wie brandenburgisch ich wirklich bin. Nennen wir ihn, Bernd, kommt aus Eberswalde und der Dialekt ist so vertraut. Er hat einfach hingeschmissen. 20 Jahre habe er nur gearbeitet – für seinen Chef. Und der scheint es etwas übertrieben zu haben, oder die Zeit war einfach reif. Bernd hat wie er sagt, “im Affekt” den Laptop und das Diensthandy in ein gelbes Postpaket gepackt, das zu seinem Chef geschickt und sein Kündigungsschreiben dazu gelegt. Setzte sich ins Auto und fuhr gen Süden. Bis Pamplona. Da begann sein Jakobsweg. Dabei hat er Verena getroffen, eine Schweizerin, die demnächst 50 wird. Sie sind beide so ein bisschen wie bei Loriot, wie ein altes Ehepaar. Dabei sind beide anderweitig gebunden. Pilgergeschichten mit viel Spaß.

Das schöne am Pilgern ist: Alle sind gleich. Du siehst nicht, wer Geld hat, wer keins hat, wer viel arbeitet, wer wenig. Du siehst nicht, wer gerade geschieden ist, jemanden verloren hat oder auch frisch verheiratet ist. Und gerade, wo ich hier sitze und das schreibe spaziert mein schleimi-Spanier vorbei, desssen Bierfahne wirklich legendär mindestens bis Santiago reicht. Er, der mir (und allen anderen Frauen) nette Kompimente macht a lá “Du hast sooo schöne Augen..:” Muss man das richtigs Maß aus Abstand und Nettigkeit finden, um den guten Frieden zu wahren. Jedenfalls werden wir heute die Nacht miteinander verbringen. Zusammen mit mindestens 20 anderen Pilgern im Schlafsaal. 

Inzwischen habe ich die Bierza durchquert, eine Weingegend, hab einen lustigen Familienbetrieb gesehen, eine Herberge/Restaurant, wo ich ganz alleine war, habe den steilsten (hoffe ich wenigstens) Weg des Camino Frances erklommen und mir von einer Französin (66), die durch Corona 5 enge Verwandte verloren hat, die Blasen an den Füßen reparieren lassen. Ich habe Luis aus Argentinien getroffen, der mit dem Rad unterwegs ist und einen Spanier aus Granada, der seit 2 Jahren unterwegs ist. Auch er hat , ähnlich wie Bernd, einfach hingehauen. Er sei immerhin 39 – und da werde es Zeit, dass er sich mal um sich kümmere. Nun, der Weg wird es richten. 

Ich trotte da neulich so die Straße lang, da treffe ich zwei Hunde. Einen Welpen und einen Struppi. Beide sind wohl der Meinung, ich müsse mit ihnen spielen. Hab aber keine Lust. Der Welpe sagt nix, Struppi ist auf Hundeart ungehalten und bellt wie ein Wilder. 

Ach und dann ist es passiert. Ich habe das erste vierblättrige Kleeblatt gefunden, in meinem Leben. Krass. Das ist ein Beweis dafür, dass es geht. Denn bei José, ihr erinnert euch, der Typ mit dem Öko-Wein und den Kleeblättern – hatte ich beschlossen, dass ich jetzt auch mal ein 4-blättriges Kleeblatt finde. Hat geklappt. Ist  wohl doch mehr Mindset als alles andere.

Zurück zur Albeque mit Familienanschluss. Da habe ich senegalesisches Essen bekommen. Und durfte richtig mit dabei sein, im Familienleben. Wunderbar. Ein weiteres Geschenk des Jakobsweges.

Von Templern und einem knarzenden Haus

Von Templern und einem knarzenden Haus

Na da wird wohl doch was zurückgeblieben sein von meinem latenten Sonnenstich. Ich stiefele gerade durch eine blühende Wiese, da eilt mir ein Templer entgegen. Kapuze tief ins Gesicht gezogen – und völlig ignorant. Ich sehe schon Templer. Das sind die mit dem roten Kreuz, ein Ritterorden, der laut Wikipedia irgendwie vom Jahr 1100 noch etwas bis 13 nochetwas die Pilger beschützte, aber nicht nur. “Macht der Weg auch eine Zeitmaschine?”, frage ich mich leicht irritiert – und blicke an mir runter. Nö, ich habe immernoch meine neuzeitliche Ausrüstung – auch mein frisch erworbener Pilgerstock ist bei mir. Vielleicht bin ich auch zu lange alleine mit mir… und drehe langsam durch. Doch der Reihe nach.

Also da soll mir einer sagen, der Jakobsweg sei überlaufen. Ist er nicht oder ich bewege mich völlig außer der Norm hier, denn ich bin schon die zweite Nacht fast ganz alleine in der Herberge. Das “außer der Norm” Ist irgendwie auch wieder passend, denn ich habs ja im Namen. Wie DU willst. Nicht wie die anderen. 

Ich bin ein bisschen aus dem Standard-Etappen-Raster rausgefallen. Denn ich musste mal kurz eine kurze Etappe einschieben und in Rabanal del Camino einkehren. Ein malerisches Dorf. Irgendwie hatte ich recht früh eingecheckt in einer wunderbaren Herberge mit netten Menschen und ausreichendem Wlan – war zum Mittagessen – und danach ging gar nichts mehr. Sonnenstich – oder so was. Jedenfalls fühlte sich mein Kopf so eben sehr matschig an. Da bin ich erst mal ins Bett und da auch – bis auf einen kurzen Zwischenstep, den gregorianischen Pilgersegen zweier sehr souveräner Mönche) und ein Zoom-Gespräch nicht mehr rausgekommen bis morgens früh. 

Ist auch klar: Ich hatte an dem Tag meine Kappe ziemlich spät aufgesetzt und bin den ganzen Tag mit meiner Kuscheljacke gelaufen. Kalt war es nicht, eher warm bis heiß, aber ich musste meinen Sonnenbrand an den Armen auskurieren. Und schlauerweise habe ich ja aus Gründen der Gewichtsreduzierung meines Rucksacks mein langärmeliges Shirt in der ersten Herberge gelassen. Dumm gel… na egal. Jedenfalls ging es schön sachte aber stetig bergan. Den ganzen Tag. Bis auf stattliche 1300 Meter Höhe. Da ist die Luft schon dünne. Das ist schon hoch, wenn “mein” höchster Berg in den Kmehlener Bergen liegt der weniger als 200 Meter hat.. 

Am Morgen war alles wieder fein, frisch bin ich in die neue Etappe gestartet: Durch wirklich nach all den tosenden Straßen – endlich Stille. – Nein eigentlich keine Stille. Frösche quaken, Vögel zwitschern, Bienen summen, der Wind rauscht  – und ab und zu höre ich meine eigenen Schritte, manchmal auch meine Selbstgespräche. Sonst ist da NICHTS. Berge, Aussicht. Und so was von einer blühenden Vielfalt an der ich mich kaum satt sehen kann. Natürlich sind alle anderen Pilger schon weg. Und ich staune immer noch über Blümchen, Ginster und Heide in den verschiedensten Varianten. Es geht kräftig bergan. Heute habe ich Kraft und fühle mich wirklich wohl, obwohl ich heute den höchsten Punkt des Jakobsweges mit rund 1600 Höhenmetern erreichen werde. Gemessen hab ich es nicht. Tomas hat es mir erzählt. Tomas ist ein Einsiedler und Templer. Die roten Kreuze zieren schon seit Kilometern neben der Jakobsmuschel die Wegweiser. Ich wusste gar nicht so richtig, was Templer sind und hab mich belesen. Nun, Tomas ist einer der Ver-rückten, die hier oben, am höchsten Punkt des Jakobswegs ihren ganz eigenen Film spielen. Der Templerorden ist wieder auferstanden und in der Enklave Manjarin gibt es wenige windschiefe Hütten, seltsame Gestalten – und eben Tomas. Der kräftige Ex-Pilger läutet die Glocke als ich des Weges komme. Natürlich gehe ich gucken: Ganz in Templer-Manier bekomme ich die Frage: Coca Cola oder Wasser. Na bei so viel Charme: Da nehm ich doch Wasser. Tomas klärt mich über die Templer nicht auf, nur dass das eben so sei – er erzählt mir jedoch, dass seine Katze Prinzessin heißt und 4 Junge bekommen hat, sein Hund schwarz ist, aber eingesperrt, weil manche Pilger Angst vor Hunden haben. Und dass hier der höchste Punkt des Weges sei. Na, wenn Tomas das sagt.. Immerhin ist er 19 Mal den Weg gegangen. Und hier bleibt er jetzt, Sommer wie Winter – und gibt den Pilgern Getränke. Früher war es mal eine Herberge aber geht irgendwie gerade nicht. Genauer ist Tomas da nicht. Und, nein es gibt keine Fotos. Will er nicht. Ist ja schließlich sein persönliches Recht. 

Ich verlasse Tomas und Princessa – und steuere das Cruz Ferro an. Eigentlich heißt es “eisernes Kreuz”, aber der Stiel vom Kreuz – zugegebenermaßen wirklich hoch, ist aus profanem Holz. Auch sonst hätte ich mir anhand der Fotos das Ganze etwas spektakulärer vorgestellt. Naja. Hier legen Pilger die Steine, die sie mitgebracht haben – mit ihren Sorgen ab. Das ergibt auch Sinn, am höchsten Punkt des Weges… Habe auch ein paar Sorgen da gelassen, aber kaum Zeit zum Reflektieren.

Vor mir sind sechs sportlich, sehnig drahtige Radler-Pilger angekommen. Hübsch sind die Radler anzusehen in ihren gestylten Sportdresses und den muskulösen Waden. Aber eben hektisch. Immer auf Höchstleistung. Schnell ein “Sechser-Foto” gemacht, noch wenigstens ein Rad dazu, dass man auch sieht, dass sie mit dem Rad hier waren – und fertsch. Bevor sie gehen, greift sich jeder einen der Steine die da liegen und wirft sie hinter sich. “Porque” frage ich einen der eiligen Radler. Der erklärt mir eilig – “Wirf ihn hinter dich und deine Sünden sind vergeben.” Meine Herren jetzt schon? “Ich dachte, erst in Santiago.. “

Na dann, ich greif mir einen Stein – und werfe ihn hinter mich. Bevor ich mich vom Acker mache, treffe ich einen Belgier, der in der Schweiz wohnt und eine sehr angenehme Stimme hat. Wir schnacken kurz, das übliche.. und dann eilt auch er weiter. 

Warum bin ich so “bummelig”?? Keine Ahnung, habe auch eigentlich keine Lust darüber nachzudenken. Es geht durch Wald und Heide noch ein Stück hoch, dann runter. Das ist ungefähr so, wie der Findlingspark Nochten (aus der Lausitz) in XXL und in echt großer Höhe. Mehr Heide als Stein, aber immer wieder sehr feine Gesteinsformationen. 

Nun bekomme ich Hunger, ein Dorf kommt vorbei und ich kehre ein. Eigentlich sollte es hier eine coole Pilgerherberge geben, wo gemeinsam gekocht wird.. aber die Hospitaleros sind wohl ausgezogen aus dem wirklich pittoresken Dorf hoch oben. Es ist Sonntag und beste spanische MIttagszeit, 14 Uhr. Alle Tische in dem Lokal mit Aussicht sind voll besetzt. Die Aussicht ist ein Traum. Das Essen auch. Aber ich will nicht bleiben, irgendwas zieht mich weiter. Ins nächste Dorf. Im Pilgerführer steht, dass man eigentlich bis Molinaseca gehen soll. 

Aber dazwischen kommt ein wilder steiniger Abstieg, den will ich heute nicht mehr. Ich rufe im nächsten Dorf die Herberge an. Habe Glück, ich reserviere einen Platz. Haha, ich bin seit 30.5. der erste Pilger, der da einkehrt. 

Na wunderbar: Wirklich. Ich treffe Oliviere – einen Spanier, der in Frankreich aufwuchs und wie der Zufall es wollte, nun seit 4 Jahren Hospitalero (also Gastgeber für Pilger) ist. Wir plaudern über Gott, Engel, Liebe, die Welt und das Business mit den Pilgern, das auch für unerschütterliche Optimisten wie Oliviere ab und an herausfordernd ist. Dieses Jahr waren mit mir 19 Pilger da. In einer Herberge, die am Tag 20 Pilger aufnehmen kann und die so wunderschön ist. Holz, ein altes typisches Steinhaus mit einem herrlichen Garten mit Nuss- und Stechpalmenbaum. Der Ort – sehr sehr empfehlenswert, heißt Riego de Ambros und es gibt nur eine Herberge. Die Pilger aber eilen weiter. 

Ich nicht. Ich bleibe hier und alleine. Oliviere verlässt mich gegen 7 und da habe ich Haus und Hof für mich alleine. Es wird frisch hier oben und ich ziehe mich zurück ins Haus. Das Holz arbeitet, was ziemlich interessante Geräusche hervorbringt. Es knackt und knarzt in einer Tour. Mal hier, mal weiter fern. Angst hab ich nicht. Es ist ein guter Ort. 

Und ehrlicherweise hat mich Oliviere auch eingeschlossen und ich hab mal vorsichtshalber noch das Fenster zum Dorfplatz geschlossen. Ich schlafe tief und träume wirr. Und steige früh ganz alleine bergab. In meinem Tempo, durch ein duftendes Tal voller Blumen und schattiger Bäume. Ein Träumchen. Molinaseca ist ein schöner kleiner Ort, aber da laufe ich durch. Als dann die Sonne doch zu warm wird, ziehe ich meine Jacke aus – und mache dazu an der Bushaltestelle Rast. Laufe fröhlich weiter, um nach 2 km festzustellen, dass ich meinen erst gestern erstandenen Wanderstock liegen lassen habe. Knurrend und murrend beschließe ich, umzukehren und die kurze Strecke noch mal zu laufen, um meinen Stock wieder einzufangen. Naja, was solls. Soll ja schlank machen, der Camino, meinte mein Templerfreund Tomas. Der muss es ja wissen. 

Die Berge sind erstmal vorbei. Heute ist Straße laufen angesagt. Das tu ich auch – und bin wiedermal in einer Herberge ganz alleine. Ein Luxus für 10 Euro. Allerdings nur bis 11 Uhr abends, dann kommt doch noch ein Paar. Aber ist ok, ich bin ja noch wach. 

Der Marketing-Hack für heute, den will ich dir nicht vorenthalten. In einem Dorf, in den Bergen hatte ich einen Kaffee und einen so was von sortierten Pilgershop gesehen, das ist der Wahnsinn. ALLES da, was ein Pilger braucht. Pflaster, Duschgel in kleinen Packungen, Trockenobst, Kondome, Wanderstöcke, Regenjacken, Andenken, Nähzeug, sogar EINLEGESOHLEN, einfach ALLES. Da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht, was ein Pilger wirklich brauchen könnte. Das ist mein MarketingHack für heute. Wenn dein Angebot so ist, dass keiner mehr nachfragen muss, dann ist es gut. Wie du das rausfindest? Kenne deine Zielgruppe besser als dich selbst. Falls du dazu mal ne Frage hast, weil dein Business noch nicht so läuft, wie du es dir vorstellst, dann sag Bescheid. 

Buen Camino, ihr Lieben. 

Durch den Schnee direkt zur Mitte des Jakobsweges

Durch den Schnee direkt zur Mitte des Jakobsweges

Heute bin ich durch den Schnee gewatet… 

Also, direkt durch den Flusen-Schnee der Pappeln. Das erinnert mich sehr an meinen letzten Jakobsweg-Besuch. Das war im frühen März – und da war tatsächlich noch Schnee! In Sahagun, wo ich heute nacht bei offenem Fenster die Störche klappen hörte und von Schwalben geweckt wurde, habe ich die bislang kälteste und einsamste Nacht meines Lebens verbracht. Vor drei Jahren. Das war meine letzte Pilgernacht bei der Tour, die das BusinessPilgern hervorbrachte. Mal sehen, was dieser Weg bringt. 

Dieses Mal habe ich einer anderen Herberge geschlafen – ein Benediktinerkloster. Da  hatte ich tatsächlich ein Viermann-Zimmer ganz für mich allein. Seltener Luxus auf dem Weg. Mir kommt es vor, als wären es dieses Jahr weniger Pilger da als 2018. Aber wer weiß, vielleicht sind die nur alle mega früh am Start. Morgen geh ich jedenfalls auch deutlich eher los als heute (7.30 Uhr) – es wird echt zu schnell zu warm. Meinen “Jet-Lag” müsste ich ja so langsam überwunden haben, so dass ich mich dann schon auf die nächste Tour morgen freue. Und die erste Runde – etwa 19 km habe ich ganz ohne Blessuren der Füße überstanden.

Als ich losgelaufen bin, brauchte es nur wenige Schritte, um wieder in das Gefühl der unendlichen Freiheit zu kommen. Alles, was mich die nächsten vier Wochen begleiten wird habe ich dabei. 

Kleiner Jammer-Hammer: Kein Shampoo – ich dachte irgendwie, Seife ist ok. Habe es ausprobiert. Also, ihr Lieben, Seife fetzt gar nicht beim Haarewaschen ;). Und kein Waschmittel. Auch schlau, wenn man nur zwei T-Shirts mithat. 

Nun, irgendwie bin ich gerade zu müde, die Tienda – das Geschäft vor Ort zu suchen. Mach ich morgen. Heute muss die Seife herhalten.

Bin in einer netten Herberge untergekommen mit einigen anderen Pilgern. Da gibt es wenig Platz, dafür aber einen Garten und Wäscheleine. Ist auch nicht schlecht. 

Gerade sitze ich im Dorfgasthor. Das ist wirklich anders als in Deutschland. Dieses Restaurant ist wirklich Treffpunkt für die Leute, die hier wohnen. Es ist laut, die Stimmen wabern durch den Vorgarten. Es wird Wein getrunken – mit Tapas(!). Wir sind ja auch kurz vor Leon. Dort hatte ich vor drei Jahren eine sehr schwankende Erfahrung, habe drei Wein getrunken – und war zwar reichlich angeschäkert, aber auch satt. Für 6 Euro!
Nun ich habe ein fulminantes Menu del Dia gegessen. Und bin satt, zufrieden und schreib hier zum Stimmgewirr. Übrigens: Mein Marketing-Hack für heute: Auf einer langen Strecke, die relativ monoton ist, rechts und links Felder, und sonst immer gerade-aus, da haben die findigen Gastgeber aus diesem Dorf hier die Wegweiserpoller genutzt, um schicke Flyer von ihrer Pilgerherberge drauf zu legen. Mit netten Fotos und Menu del Dia-Ankündigung. Was glaubst du, wo ich heute abgestiegen bin :)).

Hier gibt es viele Felder mit reichlich Mohn – das sieht wunderschön aus. Ich musste irgendwie heute – mitten auf dem Weg richtig lange innehalten – und da habe ich dieses warme Gefühl der Dankbarkeit so warm und heftig gespürt. Herrlich. Das liebe ich am Camino. 

Ich geb dir heute noch einen Spruch mit auf den Weg, den ich im Kloster gefunden habe:

“Cado Paso es importante, después veremos por que!” – Jeder Schritt ist wichtig, danach sehen wir, wofür. Buen Camino.

Die Steine der Freiheit oder welches Gefühl steckt hinter deinem Marketingziel

Die Steine der Freiheit oder welches Gefühl steckt hinter deinem Marketingziel

Neulich in Senftenberg, am schönen Senftenberger See.

Der See ist leer – also Wasser ist drin, aber dafür, dass im Mai alle wie verrückt raus ins Freie drängen, ist wirklich keiner da. Ziemlich öd liegt der Stadthafen rum. Platz und Luft und Bock zum Pilgern ist trotzdem und ich habe den Pilgergang am See entlang genutzt, um mal so intensiv nachzudenken, was Freiheit eigentlich so ausmacht. Angeregt dazu hat mich wohl die frische Luft am See, die s-teife Brise, die herrschte und eine Reihe liebevoll bemalter Steine.

Irgendwer hat damit angefangen, die Steine hier hinzulegen und nach und nach kamen – und kommen weitere hinzu. Ein Stein sieht aus, wie ein Marienkäfer und der liegt so, als würde der Marienkäfer die Coronas fressen. Marienkäfer fressen im normalen Leben die kleinen Blattläuse, die in ihrer Masse Pflanzen, die so viel größer sind, zerstören oder doch schädigen können. Insofern hat der Vergleich wirklich was Wahres an sich. 

Nun, ich war eben mit mir Pilgern, um über das Marketing eines Kunden nachzudenken.

Ein anspruchsvolles Projekt. Er möchte sich einem neuen Geschäftsfeld zuwenden, nachdem er sich über die Jahre in seiner angestammten Branche einen großartigen Ruf aufgebaut hat. 

Und nun? Nun, so sagt er, habe er alles erreicht in jener als “schwierig” bekannten Branche. Er will was Neues machen. Neue Herausforderung. Und dazu ist eine Orientierung sinnvoll. Das haben wir – leider via Zoom und nicht beim echten Pilgern gemacht und ich wollte nur eine Sache von ihm wissen. Was ist sein Ziel? Die Antworten: Geld verdienen, Sicherheit generieren, Erfüllung finden. Und dann habe ich noch mal nachgefragt: Was ist dein Ziel? “Erfolg. Mein neues Unternehmen soll erfolgreich sein.” Aber er war doch im Alten auch erfolgreich. Warum also will er, so in der späten Jugend der U50 komplett wechseln, raus aus der Sicherheit, aus der Gewohnheit, dem Expertenstatus?

Hmmjahmmja. Nach einigen Teeschlucken und Schweigeminuten war sie dann da, die Antwort: “Ich will frei sein. Frei, mit meinen Kindern zum Angeln zu gehen, wann immer ich will, früh um den See zu joggen, und ja, an einem stinknormalen Mittwoch Vormittag Steine zu sammeln. Ich sah, wie er schluckte. Frei.

Er wollte frei sein – und das konnte er nicht in seinem alten Job. 

Was das mit Marketing zu tun hat? Alles. Denn ohne Ziel kein vernünftiges Marketing. Ohne Gefühl hinter dem Ziel kein Vertrauen. Ohne Vertrauen keine Kunden. Ohne Kunden keine Freiheit. Und da bin ich wieder bei den Steinen vom Senftenberger See. Irgendwer hat das so schön drauf gemalt.. Was ist denn dein Wunsch hinter dem Wunsch? 

Warum Marketing beim Pilgern besser funktioniert?

Warum Marketing beim Pilgern besser funktioniert?

Wie der Jakobsweg dein Marketing unterstützen kann: Gute Ideen entstehen im Gehen.

Das BusinessPilgern ist eine wunderbare Einrichtung. Denn diese Tage war ich wiedermal mit einer Kundin draußen, auf dem Jakobsweg. Diese historischen Wegenetze ziehen sich ja durch ganz Europa, ein Glück, dass sie vor einigen Jahren wiederentdeckt worden und (meist) gut ausgeschildert sind.

Die typische Jakobsmuschel ist das Symbol des flächendeckenden Wegenetzes.

Oft nutze ich, aus guter alter Verbundenheit, den Jakobsweg, wenn es sich ergibt. Ich finde, dass die Wege eine ganz besondere Energie haben. Vor hunderten von Jahren wanderten hier die Pilger – und Geschäftsleute durch ganz Europa, weil sie zu sich selbst finden oder auch Geschäfte machen wollten oder mussten.

Oftmals führen die Wege abseits der Straßen entlang.

Und das ist, was ich so liebe. Die Aussichten auf dem Jakobsweg. Sie sind nicht immer heiter, so wie hier. Aber sie sind weit. Sie öffnen Horizonte. Man kann als Mitpilger förmlich spüren, wie sich die Wolken wegschieben und der Kopf langsam aber sicher Ideen und Hoffnung produziert und schließlich Gewissheit.

Gewissheit, dass es geht. Dass es ein Ziel geben kann.

Dass sich jeder Schritt lohnen wird. Dieser Prozess – er ist so schön anzusehen und ich wünschte wirklich, dass mir das schon früher eingefallen / zugefallen wäre: Meine Kunden im Marketing zu nehmen und raus zu gehen, die Dinge einmal aus einer komplett anderen Perspektive zu betrachten.

Warum Marketing beim Pilgern besser funktioniert?

Gehen macht den Kopf frei.

Pilgern geschieht außerhalb des eigenen Büros, das manchmal belegt ist von den Hürden und Ablenkungen des Alltags.

Die Klarheit kommt beim Gehen.

Gute Ideen entstehen beim Gehen.

Du bist nicht allein.

Hier begleite ich dich auf deinem Weg zu deinem Marketing und entwickle aus dem Wirrwarr der Methoden genau deine Strategie mit dir. Wenn du magst, begleite ich dich mit Wieduwilt Kommunikation Schritt für Schritt beim Umsetzen.

So eben, wie beim Pilgern auch. Da trägt jeder seinen Rucksack.

Doch es ist schön, wenn jemand an der Seite ist, der vielleicht den oder einen ähnlichen Weg schon gegangen ist. Schau gerne mal rein – und bewirb dich für ein Gespräch mit mir. Ich freue mich auf dich.

Wie Marketing die Ergebnisse bringt, die dein Unternehmen verdient

Wie Marketing die Ergebnisse bringt, die dein Unternehmen verdient

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Wie kannst du jetzt am besten deine Zielgruppe erreichen? Wo positionierst du dich nach Covid-19?

Welche Marketing-Frage beschäftigt dich gerade jetzt oder vielleicht auch schon länger?

Die Antwort bekommst du von uns, alles, was wir dafür von dir brauchen, ist:

  • Deine Frage bis zum 14.05.2020 18:00 in unserer Mailbox: ask@wieduwilt.academy
  • Deine Zeit am 15.05.2020 von 11:00-12:00 für unsere Live Antwort im Q&A

Wir freuen uns auf dich. Wenn du jemanden kennen solltest, der sich schon länger mit einer Marketing-Frage beschäftigt, lade ihn gleich mit ein.

Pilgern braucht manchmal Gefährten

Pilgern braucht manchmal Gefährten

Weißt du, wer sich noch mehr darüber freut, dass es endlich wieder raus geht, auf lange, ausgedehnte Spaziergänge, auf intensive Naturerfahrungen und auf Weite, Himmel, Grün und Braun und Fluss und Teich? Noch mehr als ich?

Der Kollege hier auf dem Bild.

Das ist Creo, unser Hund. Ihm ist sogar ein Kapitel in meinem neuen Marketingbuch gewidmet. Denn er kann nicht nur ein wunderbarer Begleiter beim BusinessPilgern sein, sondern hat auch eine sehr ausgefeilte Taktik entwickelt, wie er seinen Willen ganz geschmeidig erfüllt bekommt. Doch das ist ein anderes Kapitel und das liest du dann in meinem Buch, es wird Ende Mai, Anfang Juni erscheinen, so der Plan. Doch ich schweife ab. Der Creo, das ist mein schwarzer Begleiter, wenn ich raus gehe. War er vor Corona und ist er immer noch.

Nach 5 Wochen Quarantäne ist das für uns beide ein wunderschönes Geschenk. Wenn wir so gehen, macht jeder seins. Creo schnüffelt an der ein oder anderen Wiesenkante, Hinterlässt hier und da seine Spuren, besser ausgedrückt und Duftstoffe, wenn ich ihm zu lange Leine lasse, versucht er, Löcher bis zum Erdmittelpunkt zu buddeln, um imaginäre oder auch echte Bodenbewohner zu fangen. Die fängt er dann doch nicht. Und so hat er seinen Spaß. Ich hingegen schreite frohen Mutes Schritt für Schritt, bestaune dabei die Frühlingsnatur, überlege mir was oder überlege nichts. Meistens nehme ich nur wahr, z.B. Luft und Duft, die 247 Grüntöne der Bäume, der vielen Kräuter und die kleinen Farbtupfer in weiß, rosa, lila von den ersten zarten Blüten.

Noch ein Vorteil hat das Gehen mit dem Hund: wir beide sind nicht so alleine. Wir hängen zwar beide unseren Gedanken nach, bei Creo nehme ich das zumindest an, aber wir schreiten zusammen Schritt für Schritt vorwärts. Das verbindet. Wenn DU Ausschau hältst, nach einem Gefährten, der mit dir die ersten Pilger-Schritte unternimmt, und der dich dabei begleitet, dein Business so aufzustellen, dass es dir mehr Pilger-Möglichkeiten erlaubt und ein sicheres Einkommen beschert, dann schreib mir eine Mail.

Wir finden einen Weg, gemeinsam jeder unserer Gedanken und gemeinsamen Ideen zu entwickeln! Ideen entstehen im Gehen.

Wie geht Pilgern ohne Draußen?

Wie geht Pilgern ohne Draußen?

Ich bin ja lange in Neuseeland gewesen, die letzten Wochen eben Corona bedingt ein wenig eingeschränkt im Hotelzimmer.

Das ist dann natürlich suboptimal zum Pilgern. Allerdings habe ich mir eine Routine zurechtgelegt, wie ich dennoch das Pilgergefühl aufrecht halte – auch wenn ich drin bin, diese möchte ich mit dir teilen:

  1. Bleib bei dir. Vertraue deiner Intuition. Wenn dir gerade nach im Bett liegen und aus dem Fenster schauen ist – dann tu das. 
  2. Pilgern beginnt mit einem Ziel. Wenn Santiago de Compostella derzeit wirklich, auch mit allen Manifestationen nicht zu erreichen ist, weil keine Flüge gehen, dann kannst du verschiedene Dinge tun – das gilt übrigens auch für dein Business

2.a) Ziele. Setze dir Ziele. Plane. Was ist denn das nächste GROSSE Ziel für dich?
2.b) Bereite das Pilgern vor. Kaufe Schuhe, laufe sie ein (in der Wohnung), plane die Route, halte dich fit durch Gymnastik, Yoga oder einfache Liegestütze. Schreib eine Packliste, probiere dein Regencape an. Lies ein Buch.

2.c) Such dir Menschen, denen es ähnlich geht und plant euren gemeinsamen Pilgertrip

2.d) Finde Antworten auf die Frage: Wie kann ich jetzt Online Pilgern? Was tut mir gut? Was bedeutet Pilgern eigentlich für mich, welche Effekte erziele ich?

  1.  Wärme dich mit guten Gedanken. Schau die letzten Pilgerbilder an. Telefoniere mit (ehemaligen) Mitpilgern. Check aus, wie es deinen Kollegen geht. Und überlass dich diesen guten Gedanken.
  2. Manifestiere. Du verursachst deine Zukunft. Das ist das Gesetz von Ursache und Wirkung. Wenn du jetzt, wo du nicht Pilgern kannst, positiv bleibst und alternative Ideen entwickelst – quasi ein Ersatzpilgern. Wie wird es aussehen, wenn du wieder Pilgern kannst? Geh in Dankbarkeit und das Gefühl, das du haben wirst, wenn du startest. Mit dem klassischen Pilgern oder neuen Pilgerformaten.

Das Ganze gilt auch für dein Business. Wenn Altes nicht mehr geht, dann mach Neues. Flexibilität und Vertrauen sind zwei Eigenschaften, die Pilger brauchen. Und die sind jetzt notwendiger und hilfreicher denn je. 

Ich wünsche dir viel Spaß und Freude beim Umsetzen.

Mir fehlt die Natur

Mir fehlt die Natur

Ich wusste gar nicht, dass mir während unserer unfreiwilligen Urlaubsverlängerung in Neuseeland in der Innenstadt von Auckland die Natur so fehlen würde.

Hier ist ziemlich viel Stadt, die Pflastersteine sind glatt und leer, die wenigen Blumenrabatten gepflegt, aber es gibt wenig Bäume, mehr Stein, Glas, Stahl und Beton. Hinten kann ich das Meer sehen, aber auch das ist Hafen, da sind wenig Bäume. Gut, dass ich in den vergangenen Wochen, zu Beginn unseres Neuseelands-Aufenthaltes so viele Wanderungen und Pilgerspaziergänge unternommen habe.

Und ich will es dir verraten.

Ich habe mir immer mal wieder eine Frucht, ein getrocknetes Blatt oder ein Steinchen eingesteckt: in die Tasche. Neulich war ich noch Eicheln sammeln. Davon hab ich noch eine. Und immer, wenn ich nachdenke und Pilgerinspiration brauche, fass ich heimlich, still und leise in meine Tasche und hab die Natur-Andenken in der Hand. Und dann ist meine Kreativität wieder da – in Verbindung mit dem offenen Fenster im 17. Stock. Hast du auch so ein Ritual? Einen Kraftstein, Talismann? Wie geht es dir jetzt, wenn du so viel drinnen bist.

Es ist still

Es ist still

Gespenstisch sieht es derzeit in der sonst so beschäftigten Großstadt Auckland aus.

Auf einzelnen Sitzmöglichkeiten sitzen Menschen einzeln. Still. In sich gekehrt. Manche haben das Handy dabei, die meisten aber sitzen einfach.

Sie sitzen. Ich habe vielleicht vorher einfach nicht drauf geachtet, aber so was ist mir vorher nie aufgefallen. Dieses bei sich sein der Menschen. Vielleicht bin ich sensibilisiert, aber ich spüre, dass es jetzt einfach die Zeit ist, bei sich zu sein. Ich habe ja, nachts, also hier tagsüber, wenn ihr in Europa schlaft, etwas Zeit, zu reflektieren. Meine Yoga Übungen zu machen und Blogtexte wie diesen zu schreiben.

Was empfindet ihr gerade, wenn ihr mal raus geht? Wie wirkt eure Stadt auf euch?