Mein Mentor und Freund

Mein Mentor und Freund

Was tun bei unterschiedlichen Temperamenten?

Heute gibt es ein ganz besonderes Interview. Ich habe mich lange bemüht, diesen Menschen hier ins (öffentliche) Gespräch zu bekommen. Ich weiß, dass er Halbtagspilger der ersten Stunde ist.

Willkommen im Club, lieber Jörg Strohmeyer.

(Für die Uneingeweihten unter uns: Das ist Jörg, mein Mann. Der, der im Warum-Buch auch mitspielt, ich sag da nur: “Alleskleber”.) Auch deshalb bin ich unendlich dankbar, erstens für dieses Interview, bei dem ich tatsächlich meinen Mann noch ein bisschen besser kennen gelernt habe. Und zweitens: Für den Fels in der Brandung, den Retter in der Not (Alleskleber uvm.:)) und den unglaublichen Rückenhalt.

Jana Wieduwilt: Lieber Jörg, du bist ein echter Halbtagspilger. Was bedeutet Halbtagspilgern für dich?

Jörg Strohmeyer: Entspannung, Entschleunigung. Halbtagspilgern ist, Zeit zu haben, Dinge zu tun, die man gerne macht, dazu gehört auch das, was andere Arbeit nennen. Halbtagspilgern ist für mich auch: Neues zu lernen, Neues zu erfahren und Neues zu schmecken.

Jana Wieduwilt: Ich habe tausend neue Ideen (pro Minute), habe ganz viel Energie und habe mir sagen lassen, dass es weder für Halbtagspilger noch für andere Menschen ganz einfach ist, mit diesem Tatendrang zurecht zu kommen. Wie machst du das?

Jörg Strohmeyer: Ganz einfach: An den richtigen Stellen ignorieren. Sanft bremsen, wenn es zu schnell geht.

Jana Wieduwilt: Was würdest du anderen Menschen raten, die ein ähnliches Energiebündel zu verkraften haben?

Jörg Strohmeyer: Der Gegenpol sein. Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Jana Wieduwilt: Was ist dein Warum?

Jörg Strohmeyer: Ach, Schatz…

Jana Wieduwilt: Was ist dein Tipp, wenn die Kacke richtig am Dampfen ist. In einer verfahrenen Situation. Was ist da zu tun?

Jörg Strohmeyer: Ruhe bewahren. Schock bekämpfen. Ziele sichern.

Jana Wieduwilt: Wer ist dein größtes Vorbild?

Jörg Strohmeyer: Albert Einstein. Er hat die Welt revolutioniert und ist mutig auf seine Ziele losgegangen.
Und Steve Jobs. Auch er hat eine große Vision gehabt und in die Tat umgesetzt.

Jana Wieduwilt: Wie kann man denn beim Halbtagspilgern die Welt revolutionieren?

Jörg Strohmeyer: Wenn man eine Idee findet, die stark genug ist, kann man alles schaffen.

Jana Wieduwilt: Wobei vergisst du die Zeit?

Jörg Strohmeyer: Auto fahren, Sport machen, Kochen, Spiel mit dem Hund.

Jana: Danke. Mein Lieber.
Jörg: Bitte, gern geschehen.

Besonders verboten

Besonders verboten

An welcher Stelle Regeln für dich selber sinnvoll sind

Das ist doch mal eine Ansage. Es ist nicht nur verboten, hier zu parken, zu halten, ja überhaupt, zu sein. Es ist BESONDERS verboten. Also mehr als verboten. Verboten verboten. Ich liebe diese deutliche Sprache. Also parken geht hier ganz besonders NICHT.

Verregelte Regeln

Kennst du das? Wenn eine Regel so verregelt ist, dass es fast schon wieder einfach aus Widerspruchsgeist Spaß macht, die Regel zu brechen? Jedenfalls bei Menschen, die statt Harmonie lieber Konkurrenz im Blut haben.

Welche Regeln sind für dich selber sinnvoll? Welche behindern?

Nun, heute möchte ich dir den Impuls geben, einmal darüber nachzudenken, an welcher Stelle Regeln für dich selber sinnvoll sind. Ich denke, die “Regel” früh aufzustehen und seiner Arbeit und Leidenschaft nachzugehen, macht Sinn. Ich denke aber auch, die Regel, jede Mail immer sofort zu beantworten, ist mehr Last als Lust. Regeln oder auch gewisse Grenzen sind für alle Menschen absolut sinnvoll. Wenn es um Zusammenleben geht, wenn es um zusammen arbeiten geht, dann sind bestimmte Kriterien dafür sehr sehr notwendig.

Aber beispielsweise im Urlaub finde ich Regeln – naja, eher hinderlich. Sie hindern zum Beispiel daran, zu entspannen, loszulassen. Wenn ich mir jeden Morgen vornehme, Tagebuch zu schreiben, zu wandern und danach noch meine 10 Yoga-Übungen zu machen, dann ist das Klasse! Und es tut mir gut!

Verpasse ich dabei aber nur aus Prinzipienreiterei den schönsten Sonnenaufgang, das tiefe Gespräch oder auch meine gute Laune, dann ist da was faul. Fakt. Dann sind Regeln nur um ihrer selbst willen da. Sie schützen nicht, sondern behindern. Sie behindern meine Freiheit, den Augenblick zu genießen.

Gute Mischung

Ich habe ein paar Prinzipien, die immer gelten. Den Rest behandle ich flexibel. Wie ist das bei dir? Regelst du deine Regeln so, dass sie dir helfen, statt dich zu behindern? Das kannst du ganz einfach prüfen: Nimm eine Regel, ein Prinzip, das du hast und schreib es auf – am besten in dein Tagebuch. dann denk dir verschiedene Szenarien aus: Also: Was passiert, wenn mein(e) Geliebte(r) mich um Hilfe bittet, während ich die Regel umsetze?

Lässt du locker?

Lasse ich locker und helfe ihm/ihr? Oder ziehe ich durch und alles andere muss warten? Wenn ich ein Prinzip habe, aber gerade ein lieber Mensch ein Gespräch führen möchte?

Klar, wir alle haben Verpflichtungen, liebe Kunden, die wir bedienen wollen, sportliche oder persönliche Ziele. Und doch gibt es immer eine Frage, die makaber klingt, die du dir aber gerne stellen kannst, wenn du nicht genau weißt, ob du deine Prinzipien bestimmst oder deine Prinzipien dich bestimmen? Würdest du tun, was du in deinen Regeln festgelegt hast, wenn du heute deinen letzten Tag hättest? Was würdest du dann tun? Gedankenspiel – es ist hart, ich weiß. Es hilft absolut!

Aus Denken resultiert Handeln

Aus Denken resultiert Handeln

Ein Interview mit Darleen Kraschewski

Ich habe selten so reflektierte junge Menschen getroffen, wie Darleen Kraschewski. Die angehende Psychologin ist Anfang 20 und hat mich mit ihren Fragen und klugen Bemerkungen tief beeindruckt. Und unter uns: An der ein oder anderen Stelle hat sie mir echt einige Denkaufgaben gegeben. Daher bin ich sehr, sehr dankbar, dass Darleen mir hier ein Interview gibt. Sie lebt ein modernes Halbtagspilgerleben und arbeitet von jedem Ort der Welt aus. Freut euch auf wertvolle Impulse zum Los lassen, los gehen, Mut haben, Spiritualität und vieles mehr.

Jana Wieduwilt: Loslassen, das ist so ein Thema, das ganz viel mit der Fähigkeit, halbtags zu pilgern, zu tun hat. Ich habe lange gebraucht, um zu begreifen, dass Los lassen entscheidend dafür ist, überhaupt etwas bekommen zu können: Darleen, wie lässt du los? Und was rätst du meinen Lesern, um zum Loslassen zu kommen.

Darleen Kraschewski: Um zum Loslassen zu kommen, musst du dich erstmal fragen: Wie ist denn gerade der Ist-Zustand, um zu entscheiden: Möchte ich das loslassen, ist es besser das loszulassen? Dann kommen wir zu Schritt 2 und zwar Sein – Tun – Haben. Wer möchte ich denn in Zukunft sein? Was gilt es eben dafür loszulassen und zu überdenken? Und dann kannst du einen Plan erarbeiten, deine Glaubenssätze überarbeiten, um dann loszulassen zu können.

Was andere Leute über dich sagen, sagt mehr über die anderen aus

Meiner Meinung nach ist das Loslassen der Glaubenssätze auch sehr wichtig, da manchmal Aspekte der Vergangenheit sehr runterziehen und hemmen können. Da darfst du eben mal viele Dinge loslassen, die nicht zu dir gehören. Ich finde es manchmal sehr schön, für mich zu verinnerlichen: Das was andere Leute über mich denken oder sagen, sagt mehr über die anderen Leute aus, als über mich selbst. Hör mal in dich rein. Vielleicht kannst du diesen Satz auch für dich verinnerlichen? Dann ist das Leben auch viel einfacher und auch das Loslassen.

Jana Wieduwilt: Danke. Du bist ungewöhnlich reflektiert für dein junges Alter, das ich hier verraten darf, 21 Jahre. Wie kommt das?

Darleen Kraschewski: Ich habe meine Mom in ihre Selbstständigkeit begleitet, da war ich 12 und man hätte gar nicht früher anfangen können. Für mich war das daher gar keine Frage, dass ich auch selbständig sein möchte und Karriere machen möchte. Somit bin ich quasi damit reingewachsen und dafür bin ich auch sehr, sehr dankbar.

Früh Fragen ans Leben gestellt

So hat sich mein Mindset auch schon geändert und ich habe auch schon sehr früh viele Fragen ans Leben gestellt, die mir keiner beantworten konnte. Daher habe ich mich einfach selbst auf die Reise gemacht, um diese Fragen zu beantworten, die viel mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun haben, auch viel mit spirituellen Dingen. Fragen, wie „Was ist das Leben? Was passiert mit uns? Was sind Seelen?“, sind einige Beispiele.

Das Leben in die richtigen Bahnen lenken

Ich habe mich sehr damit auseinandergesetzt und für mich meine Antworten gefunden. Für mich kann ich daher heute sagen, dass ich froh bin, so reflektiert zu sein. Denn dadurch stehen mir alle Türen offen. Daher kann ich schon früh mein Leben in die richtigen Bahnen lenken.

Jana Wieduwilt: Hol uns doch noch ein Stück weiter in dein Leben. Was machst du gerade? Wo kann man dich erreichen?

Darleen Kraschewski: Ich studiere gerade Psychologie und nebenbei bin ich dabei, mein Konzept aufzubauen, um eben auch als Coach tätig zu sein. Was ich schon mit jemandem zusammen anbiete ist, im Morphischen Feld zu lesen. Ich möchte auch Menschen helfen, sich besser zu fühlen, sich annehmen zu können und ich möchte Menschen inspirieren. Das ist eben mein Warum und das geht natürlich am besten zu leben, wenn ich als Coach und mit Psychologie-Hintergrund unterwegs bin. Hier bin ich gerade auf dem besten Weg.

Jana Wieduwilt: Vielen lieben Dank, Darleen. Was ist dein absolutes Lieblingsbuch, dass du anderen Menschen empfehlen kannst, die sich vielleicht noch nicht trauen, loszulassen, aber wissen, dass sie es tun sollten?

Darleen Kraschewski: Mein absolutes Lieblingsbuch ist Mary*, hier geht es ganz viel um das Thema Loslassen, nämlich alte Gedanken und Gedankenmuster. Und es geht in diesem Buch auch sehr viel darum, seine Gedanken wirklich so zu überdenken, dass eben das kommen kann, was kommen darf und soll, und dafür auch wirklich offen zu sein. Weiter behandelt es die verschiedenen Ebenen des Spirituellen. Wir leben in einer dreidimensionalen Welt und es geht in dem Buch darum, wie die Energiefelder aufgebaut sind.

Das Leben verändert

Das ist alles sehr schön in einer Geschichte, in einem Roman verpackt und man kann sich sehr gut damit identifizieren. Mich hat das Buch sehr, sehr gefesselt und auch viel in meinem Leben verändert, weil ich hier ganz extrem vor Augen geführt bekommen habe, dass aus Denken Handeln resultiert.

* Mary. Die unbändige, göttliche Lebenslust – Autor Ella Kensington

Jana Wieduwilt: Was machst du auf deinem Instagram-Account @typisch_darlin?

Darleen Kraschewski: Von mir gibt es bei Instagram täglich ein Bild mit Lebensweisheiten und natürlich auch ganz viel dazu, wie es in meinem Leben so läuft und was sich da gerade alles so verändert. Das teile ich alles immer ganz gerne und freue mich auf dich.